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Ostelbischer Bauernmarkt Pülswerda
Nächster Termin: 19.08.2018
10:00 Uhr - 15:00 Uhr

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Wir bedanken uns bei der Firma
CE Systemhaus GmbH & Co. KG
für die Erstellung dieser Internetpräsenz.


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Der älteste Ort in der heutigen Gemeinde Großtreben-Zwethau ist Zwethau. In das Jahr 981 fällt seine erste urkundliche Erwähnung. Großtreben wurde 1238 erstmals erwähnt und Dautzschen vier Jahre später. Rosenfeld, Kreischau und Eulenau werden gemeinsam mit Zwethau im Jahre 1251 in einer Besitzurkunde des Zisterzienser Nonnenklosters bei Grimma genannt. Der älteste Zeitzeuge innerhalb der Gemeinde ist der zur Zwethauer Kirche gehörende Glockenturm. Er wurde ursprünglich als Wehrturm errichtet. 
Seine Mauern dürften aus dem 11. Jahrhundert und wahrscheinlich noch älter sein. Denn im Jahre 926, in der Regierungszeit Heinrich I., wurde ein Burgenerlass verfasst, wonach von Wittenberg bis Belgern ein Burgengürtel entlang der Elbe errichtet wurde. Er diente zur Sicherung und Behauptung des germanischen Reiches gegenüber den slawischen Gebieten.
Der Ortsname Zwethau ist slawischen Ursprungs, während der Name Rosenfeld aus dem Deutschen kommt. Erkennen kann man dies an der Anordnung der gesamten Dorfanlage. Die Bauernhöfe wurden in einer Reihe gebaut und befinden sich beidseitig an einer durch den Ort führenden Straße.
Eine Besonderheit des Dorfes ist, dass sich neben dieser Straße vor langer Zeit ein Seitenarm der Elbe erstreckte.

Heute sind an dieser Stelle drei langgestreckte Teiche zu finden, in denen sich nur wenig Wasser befindet.

Während Zwethau bis in das Jahr 1945 hinein als eigenständiges Rittergut existierte, unterlag Kreischau einer wechselvolleren Geschichte. Weit ins 17. Jahrhundert hinein war Kreischau ein Lehensgut und ab dem Jahre 1680 ein kurfürstlich-sächsisches Kammergut. Zehn Jahre später wurde die Graditzer „Stutterey“ durch Hinzukommen des Vorwerkes Kreischau erweitert. 1722 war das eigentliche Gründungsjahr des „Torgauer Gestütes“, zu dem Kreischau bis 1748 gehörte. Ab 1862 kam es an die königlich-preußische Domänenverwaltung und wurde als selbstständige Domäne verpachtet.
Die Entstehung des Ortes Neubleesern ist ebenfalls auf die Existenz der Graditzer Stuterei und deren Gebietserweiterungen im Torgauer Raum zurückzuführen. Die Gründung der Stuterei Neubleesern war im Jahre 1723. Es wurden aber bereits einige Jahre zuvor Pferde in diesem Ort gehalten, ebenso in Döhlen. Die Entwicklung von Döhlen und Neubleesern dagegen war bis 1930 ganz vom Bestehen des Hauptgestütes Graditz geprägt. Auf Grund der schlechten wirtschaftlichen Lage in Deutschland wurden diese beiden Teilgestüte 1930 aufgelöst und in rein landwirtschaftliche Betriebe umgestaltet.
Die Last erhielt ihren offiziellen Namen um das Jahr 1850 als Mockritzer Last.
Der als Ostelbien bezeichnete Landstrich ist aus dem Urstromtal aus der Elbe entstanden. Vor über tausend Jahren war die Elbe noch mehrere Kilometer breit und ab und zu ragten aus ihr kleine Inseln heraus. Im Laufe der Zeit wurde die Elbe in ihr heutiges Flussbett gebannt, durch Dammbau, Trockenlegung von Nebenarmen und Flussregulierungen. Ein heute noch bestehender großer Nebenarm der Elbe befindet sich bei Döhlen / Neubleesern. Er ist entstanden durch den Elbedurchstich bei Großtreben, wahrscheinlich von 1745 bis 1770. 
Dieses Gebiet wird als „Prudel“ bezeichnet und steht unter Naturschutz. Speziell die Elbaue hat eine fruchtbare Deckschicht angetragen durch die zahlreichen Überschwemmungen in den vergangenen Jahrhunderten. Das übrige Land besteht hauptsächlich aus Sandböden, teilweise kultiviert für den Ackerbau und teilweise in seinem Ursprung belassen – Annaburger Heide. Diese Heide wird seit Jahrzehnten militärisch genutzt und ab 1995 soll sich diese Nutzung nur noch auf den eingezäunten Schießübungsplatzu beschränken. Damit wäre die Annaburger Heide für den Erholungssuchenden wieder frei zugänglich.
Aus der Vergangenheit gäbe es noch sehr viel Interessantes zu berichten, welches aus den Kirchenbüchern und den entstehenden Ortschroniken zu entnehmen wäre.
Im Jahr 2006 feierte Zwethau die 1025-Jahrfeier.

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