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Ostelbischer Bauernmarkt Pülswerda
Nächster Termin: 25.03.2018
10:00 Uhr - 15:00 Uhr

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Wir bedanken uns bei der Firma
CE Systemhaus GmbH & Co. KG
für die Erstellung dieser Internetpräsenz.


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Ostelbien ist durch seine abwechslungsreiche Landschaft mit den verschiedenen Lebensräumen Heimat für viele Tier- und Pflanzenarten, von denen auf Grund der Vielzahl hier nur einige typische und besonders seltene Arten erwähnt werden sollen.
So finden hier fernab der großen Industriezentren auch einige vom Aussterben bedrohte Arten noch geeignete Lebensräume.
Zu den bekanntesten Tieren gehört der Elbebiber
Als Baumeister unter den Tieren sind seine Staudämme und Burgen wohl jedem bekannt. Selbst als die Art noch vor wenigen Jahrzehnten vom Aussterben bedroht war, hat es im heutigen Naturschutzgebiet „Alte Elbe Kathewitz“ Biber gegeben. 

Dank strenger Schutzbestimmungen ist der Biber heute wieder am Mittellauf der Elbe und deren Nebenflüssen regelmäßig anzutreffen.

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Die Gewässer und deren Ufer sind auch Lebensraum einiger Amphibien. An den Straßenrändern aufgestellte Schilder und Krötenzäune weisen im zeitigen Frühjahr und im Herbst den Kraftfahrer darauf hin, dass die Krötenwanderung begonnen hat. Vor allem das nördlich von Rosenfeld gelegene Naturschutzgebiet „Prudel“ ist ein bedeutendes Laichgewässer für Erd- und Knoblauchkröten. Auch die angrenzenden Wälder der Annaburger Heide bieten ein ideales Winterquartier im Waldboden. Auch die sehr seltene Kreuzkröte und die Rotbauchunke sind noch an einigen Stellen vorhanden.

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Von den großen Säugetierarten haben das Rotwild und das Schwarzwild in den überwiegend aus Kiefernkulturen bestehenden Wäldern ihren Einstand. Dem aufmerksamen Beobachter wird gelegentlich das kleinere und überwiegend tagaktive Rehwild und der als Kulturfolger sehr anpassungsfähige Fuchs besonders in der Morgen- und Abenddämmerung begegnen. Der für die offene Landschaft typische Hase hingegen hat es in letzter Zeit zunehmend schwerer, seinen Balg zu retten. Verschiedene Einflüsse, u. a. eine starke Zunahme seiner Feinde wie Fuchs, Raben- und Greifvögel machen ein Überleben für ihn immer schwerer.
Auch der ständig wachsende Straßenverkehr fordert gerade bei den kleineren Tierarten immer mehr Opfer und lässt besonders solchen Verteidigungsspezialisten wie dem Igel keine Überlebenschance. Von der Natur mit einem wirksamen Stachelkleid und dem Zusammenrollen bei Gefahr ausgerüstet, ist dieser Schutz bei den herandonnernden Kraftfahrzeugen wirkungslos. Mit etwa einhundert Arten sind die Vögel in der Elbaue recht zahlreich vertreten. Als typische Art ist hier der Weißstorch zu nennen. Wo Wiesen, Gräben und Gewässerufer ihm noch ausreichend Nahrung, vor allem Mäuse, Frösche und größere Insekten bieten, ist er regelmäßig anzutreffen.

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Alljährlich werden neue Nistmöglichkeiten aufgestellt bzw. die vorhandenen ausgebessert und nicht ohne Stolz verweisen die Dorfbewohner auf ihre besetzten Storchennester.

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Die Nähe von Gewässern sowie Hecken und Parkanlagen mit reichlich Unterholz sind auch Lebensraum der Nachtigall. Wenn sie Ende April aus ihrem Winterquartier in Afrika bei uns eintrifft, ist vor allem in den Abendstunden ihr melodischer Gesang weithin zu hören. Zu den Kostbarkeiten der Vogelwelt Ostelbiens zählen zudem der Große Brachvogel sowie der auch als fliegender Edelstein bezeichnete Eisvogel. Als auffällige Gäste machen gelegentlich auch Seeadler und Schwarzstorch in der offenen Weidelandschaft in der Nähe der Elbe Rast.

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Dichtes Weidengestrüpp am Wasser sowie offene Feldlandschaften, Feldholzinseln und Windschutzstreifen sind bevorzugter Lebensraum von Fasan bzw. Rebhuhn.

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Besonders im Frühjahr ist der Balzruf des Fasanenhahns mit den anschließenden surrenden Flügelschlägen zu hören. Der Fasan kann sehr schnell laufen und nur bei Gefahr und scheinbar höchst ungern fliegt er auch kurze Strecken. Das meist an Feld- und Wegrändern lebende Rebhuhn ist zwar noch regelmäßig vorhanden, sein Bestand ist aber, ähnlich dem Hasen, zunehmend gefährdet. – Zu den beeindruckendsten Naturschauspielen der Elbaue bei Torgau zählt alljährlich im Winter der Zug der Wildgänse aus Nord- und Osteuropa. Vorrangig Saat- und Blässgänse sind dann zu Zehntausenden zwischen ihren Schlafgewässern und den Weideplätzen auf den Feldern unterwegs.

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Ähnlich wie bei den Tieren ist auch bei den Pflanzen eine Fülle von Arten besonders in den Naturschutzgebieten „Alte Elbe Kathewitz“ und „Prudel“ erhalten geblieben. Da wo die ordnende Hand des Menschen fehlte und dem Einfallsreichtum der Natur freier Lauf gewährt wurde, sind heute die botanischen Kostbarkeiten zu finden. Neben Karthäusernelke, Streifenklee, Feld-Mannstreu, der Akeleiblättrigen Wiesenraute, dem hauptsächlich auf den Elbdämmen wachsenden Wiesensalbei und dem Illyrischen Hahnenfuß konnte auch der in Sachsen verschollen geglaubte Verlängerte Mannsschild hier nachgewiesen werden.

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Die Ufer der Gewässer säumen meist Weiden, in der Regel Korbweide, Mandel-, Purpur-, Bruch- und Silberweide. Charakteristisch für die Landschaft der Elbaue sind Solitärbäume der Auenwiesen.

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Dabei sind besonders Flatterulme und Schwarzpappel als seltene Wildformen mit wertvollem genetischem Potential von Bedeutung.

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Die Kopfweiden entlang des Weges zwischen Kathewitz und Kamitz prägen gleichermaßen das Bild dieser weitgehend naturbelassenen Region. Einige Dörfer wie Triestewitz, Graditz oder Zwethau haben noch einen angrenzenden Park, in dem neben Eschen, Ulmen und Ahorn auch noch mächtige Stieleichen an die ehemals großflächigen Auewälder erinnern.

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Der Ruhe und Entspannung Suchende wird von dieser Landschaft begeistert sein. Leider sind in letzter Zeit jedoch Entwicklungen abzusehen, die dieses kostbare Gut gefährden können. Pläne von einer Kanalisierung der Elbe, großflächiger Kiesabbau, Zerstörung der typischen Ortsansichten durch immer moderneren und komplexeren Straßen- und Wohnungsbau, so dass einige Dörfer schon heute eher Vororten von Großstädten gleichen, gehören dazu.
Wenn der Tourismus in Ostelbien in Zukunft zu einem Faktor für die Entwicklung der Region werden soll, dann kann es nur ein naturverträglicher Tourismus sein.
Wer hierher kommt, um sich in der Natur zu erholen, hat ein Recht darauf, unverfälschte Natur zu erleben. Sie zu bewahren ist deshalb Aufgabe der Einwohner Ostelbiens und ihrer Besucher.

(Autor: Bernd Göbel – Broschüre: Ostelbien in Sachsen, das Bindeglied zu Brandenburg und Sachsen-Anhalt – Beispiel für den Aufbau im Osten. Quellennachweis: Herbert Lehmann, " Reizvolle Elblandschaften in Ostelbien)
Bildquelle: Gottfried Kohlhase - Torgau

 

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